Rudern

Das Rudern ist bereits seit der Antike bekannt. Vor der Erfindung von Dampf- und Dieselantriebsmaschinen war es eine gute Möglichkeit, unabhängig vom Wind auf offenem Wasser voranzukommen. Galleeren waren mit bis zu drei Reihen von Rudern übereinander ausgerüstet. Rudern wurde damals auch als Sportart betrieben.

Im 18. Jahrhundert verfeinerten die Engländer den Sport. 1715 schrieb der Engländer Thomas Doggett den ersten Ruderwettkampf der Neuzeit aus; die erste Regatta auf der Themse fand 1775 statt. Die bekannteste Regatta auf der Themse ist der Wettkampf der Ruder-Achter der Universitäten von Cambridge und Oxford, das so genannte Boat Race, das im Jahr 1829 zum ersten Mal stattfand. 1896 wurde Rudern olympisch. Aufgrund schlechten Wetters fiel die Disziplin jedoch aus und wurde somit 1900 erstmals ausgetragen.

Warum rudern?

Rudern ist ein optimaler Kraft- und Ausdauersport, der bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann. Im Breitensportbereich des Ruderclub Lindau finden Sie vielfältige Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Die sportlich ambitionierten Ruderinnen und Ruderer haben im RCL genauso die Möglichkeiten ihr Training zu gestalten wie Anfänger oder Fortgeschrittene, die regelmäßig oder nur ab und zu rudern wollen.


Ruderrevier

Unser Ruderrevier ist das bayerische Bodenseeufer und die Bregenzer Bucht. Das von Bergen umrahmte “Dreiländereck” am Fuße des Pfänders ist ein perfektes Ruderrevier in einer wunderschönen Landschaft!
 
 
 


Ruderkommandos

Kommando / BegriffDefinition
Mannschaft ans Boot - Boot geht hoch!Die Ruderer/innen verteilen sich am Boot und heben es hoch um aus dem Bootshaus zu tragen.
Boot drehen
- zum Bootshaus
- zum Kanuclub
Das Boot wird gedreht, so dass der Kiel nach unten zeigt. Zum Bootshaus gibt die Richtung an, in welche die Rollsitze beim Drehen zeigen.
Fertig machen zum Einsteigen - steigt ein!Alle Sportler haben ein Bein auf dem Einsteigebrett und das andere zum Abstoßen bereit auf dem Bootssteg.
Fertigmeldungen!Im Bug beginnend melden die Sportler, sobald sie ruderbereit sind („1 fertig!", „2 fertig!", …).
Auslage - fertig - los!In die Auslage gehen - Blätter senkrecht drehen und Durchzug.
Rücklage - fertig - los!In die Rücklage gehen - Blätter flach auf's Wasser und langsam nach vorn rollen.
Ruder - halt!Der Zug wird zu ende durchgeführt und im Mittelzug angehalten.
Boot stoppen - stoppt!Die Blätter werden in die Wasserfläche hineingedrückt und - soweit der Druck es zulässt - aufgedreht.
Backbord/Steuerbord - stoppen!Die Blätter auf Backbord/Steuerbord werden in die Wasserfläche hineingedrückt und - soweit der Druck es zulässt - aufgedreht.
Streichen - los!Die Blätter sind 180° aufgedreht und beim Vorrollen ins Wasser eingesetzt.
Wende über Backbord/Steuerbord - los!Aus der Rücklage, Blattstellung Backbord 180° aufgedreht, Steuerbordblatt flach, volle Rollbahn; in der Auslage Backbordblatt ankanten, Steuerbordblatt aufdrehen, Zug.
kurze Wende über Backbord/Steuerbord - los!Backbordholm am Körper (Blatt 180° aufgedreht), Steuerbordholm in Armauslage (Blatt aufgedreht), ohne Rollbahn. Entgegengesetzte gleichzeitige Wasserarbeit auf beiden Bordseiten, Blätter beim Luftweg senkrecht.
Backbord/Steuerbord überziehen - überzieht!Das Steuerbord–Blatt wird nicht soweit in die Auslage gebracht. Auf Backbord wird besonders kräftig gezogen.
Fertig machen zum Aussteigen - steigt aus!Steuermann/-frau ist vorher ausgestiegen und hält das Boot in der Mitte fest. Der „wasserseitige" Fuß steht auf dem Einsteigebrett. Beim Aussteigen wird das „wasserseitige" Ruder mit herausgenommen.
SteuerbordDie in Fahrtrichtung rechte Seite des Bootes - grün
BackbordDie in Fahrtrichtung linke Seite des Bootes - rot
RücklageGerade auf dem Rollsitz sitzen, die Beine sind gestreckt und die Hände sind am Körper (ca. auf Höhe des unteren Rippenbogen).
AuslageIn der Auslage, am Beginn des Zuges, sind die Beine angewinkelt, indem man mit dem Rollsitz nach vorne gerollt und der Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist. Die Arme sind nach vorne-außen gestreckt, die Blätter sind orthogonal zur Wasseroberfläche aufgedreht.
Hoch abscheren!Im Freilauf werden die Innenhebel tief ins Boot gedrückt (z.B. bei hohen Wellen).
Halbe (ohne) Kraft!Es wird mit wenig (nahezu ohne) Kraft durchgezogen.
Ruder - lang!Die Skulls liegen parallel zur Bootswand flach auf dem Wasser.
Frei - weg!Dieses Kommando wird gegeben, um „Überziehen", „Hoch abscheren", „Halbe Kraft", u.ä. wieder aufzuheben.

Bootsklassen